HPV-Impfung
(gegen Gebärmutterhalskrebs)

Etwa 70% aller Gebärmutterhalskarzinome werden durch die Humanen
Papillomvirus-Typen 16 und 18 hervorgerufen. Seit Oktober 2006 ist
in Deutschland ein Impfstoff gegen diese Hochrisikotypen zugelassen.
Dieser Impfstoff schützt zusätzlich zu den Typen HPV 16
und HPV 18 auch vor einer Infektion mit den beiden Niedrigrisikotypen
HPV 6 und 11, die verantwortlich für die Entwicklung der Genitalwarzen
sind.
Wer soll sich impfen lassen?
Im Laufe des Lebens infizieren sich etwa 8 von 10 sexuell aktiven
Menschen mit Humanen Papillomviren. Dabei sind junge, sexuell aktive
Menschen am häufigsten betroffen. Da die Viren vor allem bei
den unter 25-jährigen sehr weit verbreitet sind, kann schon
der erste sexuelle Kontakt mit einer Ansteckung verbunden sein,
die im schlimmsten Fall Jahrzehnte später zu Gebärmutterhalskrebs
führt.
Aus diesem Grund sollten Mädchen möglichst vor dem Beginn
ihrer sexuellen Aktivität geimpft werden. So lässt sich
am sichersten verhindern, dass eine Infektion mit HPV16 und 18 erfolgt.
Darüber hinaus empfiehlt sich die ab 2007 erhältliche
Impfung eines weiteren Impfstoffes auch für Frauen aller Altersstufen,
die bereits sexuelle Kontakte hatten, denn:
Sie bietet Schutz vor einer Ansteckung mit potentiell Krebs auslösenden
HP-Viren.
Sie verringert das Risiko, andere Menschen unbewusst mit HPV anzustecken.
Ihr persönliches Risiko, eine Krebsvorstufe zu entwickeln,
und die damit verbundene psychische Belastung und Unsicherheit,
wird verringert.
Drei Injektionen notwendig
Um einen kompletten Impfschutz mit dem Totimpfstoff zu erhalten,
müssen 3 Injektionen innerhalb eines halben Jahres verabreicht
werden. Inwieweit evtl. eine Auffrischungsimpfung nötig ist,
wie z.B. bei Wundstarrkrampf nach 10 Jahren, muss noch abgewartet
werden.
Kostenübernahme
Ende März 2007 hat sich die Ständige Impfkommission (STIKO)
beim Robert-Koch-Institut für eine generelle Impfung der Mädchen
zwischen 12 und vollendetem 17. Lebensjahr ausgesprochen. Alle Krankenkassen
übernehmen deshalb die Impfung in dieser Altersgruppe, viele
Kassen sogar über das 18. Lebensjahr hinaus. Eine Anfrage bei
der zuständigen Krankenkasse lohnt sich in jedem Fall.
Wirksamkeit und Sicherheit
In den seit 5 Jahren laufenden Studien an vielen Tausend Frauen
wurde herausgefunden, dass die Impfstoffe eine Wirksamkeit von fast
100% haben. Das bedeutet, dass in den folgenden Jahren nach einer
Impfung weder eine Infektion mit Humanen Papillomviren, noch Zellveränderungen
am Gebärmutterhals beobachtet werden konnten.
Dabei waren die Impfstoffe sehr sicher. Außer Rötungen
und Schmerzen an der Einstichstelle traten keine bedeutenden Nebenwirkungen
auf.
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